Am 29. Januar 2024 erreicht die Mitarbeitenden des Palästinensischen Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Ein Auto steht unter Beschuss, in dem die fünfjährige Hind Rajab eingeschlossen ist. Während das Mädchen in der Leitung immer wieder um Hilfe fleht, unternehmen sie alles, um sie zu retten. An der Grenze zwischen Doku und Spielfilm inszeniert die tunesische Regisseurin einen realen Rettungsversuch, der die verzweifelte Hilflosigkeit schonungslos vor Augen führt.
Ein Notruf erreicht die Freiwilligen des Roten Halbmonds: Ein fünfjähriges Mädchen ist in Gaza in einem unter Beschuss geratenen Auto gefangen. Ihre verzweifelten Rufe gehen durch die Leitung, während die Helfer versuchen, sie zu beruhigen und gleichzeitig einen Rettungseinsatz zu koordinieren. Unter schwierigsten Bedingungen setzen die Einsatzkräfte alles daran, einen Krankenwagen an den gefährlichen Ort zu schicken und das Kind zu erreichen.
Regisseurin Kaouther Ben Hania („Olfas Töchter“) inszeniert die wahre Geschichte einer der erschütterndsten Tragödien des Gaza-Krieges 2024 als Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm. Herzstück des Films ist die originale Tonaufnahme von Hinds letztem Telefongespräch, die nahezu vollständig und ungeschnitten in die Handlung eingebettet wird. Die kammerspielartige Inszenierung konzentriert sich auf die Enge und Hilflosigkeit im Callcenter, während außerhalb die Eskalation tobt. Der Film feierte im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig Premiere, wo er 22-minütige Standing Ovations erhielt. „Die Stimme von Hind Rajab“ wurde mit dem zweitwichtigsten Preis – dem großen Preis der Jury – geehrt und ist offizieller tunesischer Beitrag für die Oscarverleihung 2026.
TUN/FR/USA 2025, 89 Min., FSK: 12, R: Kaouther Ben Hania | Trailer bei YouTube
am Sonntag, 15.03. um 19.30 Uhr in OmU