Programmkinotage im Februar

Samstag, 22. Februar & Sonntag, 23. Februar 2020
im Iwalewahaus, Wölfelstraße 2 (Ecke Opernstraße)

 

Das Programm im Februar:

SAMSTAG, 22. FEBRUAR
17:00 Uhr | Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (OmU)*
19:30 Uhr | Land des Honigs (OmU)*
21:30 Uhr | The Peanut Butter Falcon (OmU)*

SONNTAG, 23. FEBRUAR
14:30 Uhr | KinderKinoKlub: Der kleine Rabe Socke - Suche nach dem verlorenen Schatz
16:30 Uhr | Land des Honigs (OmU)*
19:00 Uhr | Gott existiert, ihr Name ist Petrunya*

* mit Vorfilm

 

 

KinderKinoKlub: Der kleine Rabe Socke 3

Der kleine freche Vogel mit der Ringelsocke ist auf der „Suche nach dem verlorenen Schatz“. Nachdem er eine Schatzkarte gefunden hat, bricht er zusammen mit seinen Freunden auf in ein großes Abenteuer, an dessen Ende er sich entscheiden muss: Freundschaft oder Schatz, was ist wichtiger?

Der kleine Rabe Socke findet er eine waschechte Schatzkarte! Zusammen mit seinem besten Freund Eddi-Bär, Bibermädchen Fritzi und dem kleinen Dachs bricht Socke auf zum großen Abenteuer. Die Schatzsuche führt die Freunde über Schluchten und gefährlich morsche Brücken hoch hinauf auf den majestätischen Nebelberg und schließlich tief hinein in eine geheimnisvolle Höhle… Verfolgt werden sie von den Biberjungs Henry und Arthur, die ebenfalls Wind von der Sache bekommen haben und kurzerhand den kleinen Dachs entführen, um den Freunden die Schatzkarte abzujagen. Socke muss sich entscheiden: Soll er seinen Freund retten oder den Schatz als erster finden und König des Waldes werden?

Die Abenteuer des KLEINEN RABEN SOCKE sind humorvoll, lehrreich und begeistern nicht nur Kinder. Nun kehrt der freche Vogel mit der Ringelsocke in einem turbulenten, kindgerechten Abenteuer auf die große Leinwand zurück. Ein Wiederhören gibt es mit dem beliebten deutschen Musikstar Jan Delay, der Rabe Socke auch diesmal wieder seine einzigartige Stimme leiht.

D 2019, 73 Min., FSK: 0, R: V. Fels, S. Jesse | empfohlen ab 5 Jahren | Trailer bei Youtube

am Sonntag, 23.02. um 14.30 Uhr

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Die preisgekrönte Gesellschaftssatire aus Mazedonien erzählt die Geschichte der 31-jährigen Petrunya. Als die arbeitslose Historikerin bei einer Neujahrszeremonie verbotenerweise mit den Männern um das heilige Kreuz im Fluss taucht, stellt sie das Kleinstadtleben gehörig auf den Kopf.

Die 31-jährige Petrunya hat Geschichte studiert und lebt bei ihren Eltern in einer Kleinstadt in Nordmazedonien. Als Historikerin sind ihre beruflichen Aussichten schlecht. Deswegen zwingt ihre Mutter sie zur Arbeitssuche, zu der dubiose Treffen mit abstoßenden Arbeitgebern gehören. Als einer dieser potenziellen Chefs Petrunya nach dem Vorstellungsgespräch sagt, dass sie zu alt und hässlich sei und mit ihrem Geschichtsstudium nicht einmal als Näherin tauge, lässt sie anschließend ihrem Frust freien Lauf. Zufällig trifft sie auf eine Prozession, die zum Fluss führt. Es ist Dreikönigstag, und traditionell wirft an diesem Tag der Priester bei der Großen Wasserweihe ein gesegnetes Kreuz in das Wasser. Junge Männer springen in die eisigen Fluten, um danach zu tauchen. Glück, Freude und Wohlstand sind dem garantiert, der es zurückbringt. Doch dieses Mal springt auch Petrunya in den Fluss – und taucht mit dem Kreuz in der Hand auf. Die Hölle bricht los, und ihre Heldentat gilt als waschechter Skandal. Aber Petrunya hält das Kreuz fest. Sie hat es gewonnen und wird es nicht aufgeben.

In einem der stärksten Filme der letzten Berlinale variiert Teona Strugar Mitevska die Muster des religionskritischen Kinos aus Osteuropa. GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA nimmt als Ausgangspunkt eine Episode, die sich auf dem Balkan, in Nordmazedonien zugetragen hat, und entwickelt sie zu einem satirischen Film über Religion, Machismo und die Rolle der Frau.

MKD/F/B/SVN/HRV 2019, 100 Min., FSK: 12, R: Teona Strugar Mitevska | Trailer bei YouTube

am Samstag, 22.02. um 17.00 Uhr im Original mit dt. Untertiteln und
am Sonntag, 23.02. um 19.00 Uhr

Land des Honigs

Hatidze steigt in einem entlegenen mazedonischen Dorf täglich einen Berg hinauf, um sich ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern zu widmen. In poetischen Bildern spürt die Oscar-nominierte Doku der sich verändernden Beziehung zwischen Mensch und Biene nach, die unsere Welt für immer verändert hat.

In einem entlegenen mazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine etwa 50-jährige Frau, täglich einen Berghang hinauf. Sie macht sich auf den Weg zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Gesichts- oder Handschutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied. Zurück auf ihrem Bauernhof kümmert sich Hatidze um ihre handgemachten Bienenkörbe und ihre bettlägerige Mutter. Gelegentlich fährt sie in die Hauptstadt, um ihren Honig und die Körbe zu verkaufen. Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück nieder und in Hatidzes beschauliches Bienenkönigreich ziehen schallende Motoren, sieben kreischende Kinder und 150 Kühe ein. Doch Hatidze freut sich über die neue Gesellschaft und lässt weder sich noch ihre bewährte Imkerei oder ihre Zuneigung zu den Tieren stören. Doch bald trifft Hussein, das Oberhaupt der zugezogenen Familie, Entscheidungen, die Hatidzes Lebensweise für immer zerstören könnten.

Wie kaum ein anderer Dokumentarfilm erzählt LAND DES HONIGS eine grandiose und wahrhaftige Naturgeschichte. Mit den Mitteln filmischer Poesie stellen die Regisseure die Biene ins Epizentrum eines fundamentalen Widerspruchs unserer Zeit. LAND DES HONIGS spürt den Veränderungen nach, die sich in die Beziehung zwischen Mensch und Biene eingeschlichen und damit unser aller Welt für immer verändert haben.

MKD 2019, 85 Min., FSK: 6, R: Ljubomir Stefanov, Tamara Kotevska | Trailer bei YouTube

am Samstag, 22.02. um 19.30 Uhr im Original mit dt. Untertiteln und
am Sonntag, 23.02. um 16.30 Uhr im Original mit dt. Untertiteln

The Peanut Butter Falcon

Obgleich Zak das Down-Syndrom hat, möchte er Profi-Wrestler werden. Auf der Flucht aus dem Heim trifft er den Kleinganoven Tyler; gemeinsam setzen sie ihre Reise auf einem selbstgebauten Floß fort. Ein starbesetztes, herzliches Roadmovie und Plädoyer fürs Festhalten an den eigenen Träumen.

Der 22-jährige Zak (Zack Gottsagen) will raus! Raus aus dem Altenheim, in das er wegen seines Down-Syndroms gesteckt wurde. Aber seine Betreuerin Eleanor (Dakota Johnson) weiß die Fluchtpläne ihres Schützlings immer wieder zu durchkreuzen. Angetrieben von seinem großen Traum, Profi-Wrestler zu werden, gelingt Zak eines Nachts doch noch der Ausbruch. Nur mit einer Unterhose bekleidet, stürzt er sich ins größte Abenteuer seines Lebens. Dabei trifft Zak auf den zwielichtigen Tyler (Shia LaBeouf), der selbst auf der Flucht vor rachsüchtigen Fischern ist und eigentlich keine Klette am Bein gebrauchen kann. Doch schon bald werden aus den beiden ungleichen Männern echte Freunde, die ihre Reise gemeinsam auf einem selbstgebauten Floss fortsetzen wollen. Unverhofft bekommen sie Gesellschaft von Eleanor, die Zak gefolgt ist und ihn unbedingt ins Heim zurückbringen will. Und auch Tylers Verfolger sind dem ungewöhnlichen Gespann schon dicht auf den Fersen…

Mit ihrem herzerwärmenden Debütfilm wandeln Tyler Nilson und Michael Schwartz auf den Spuren Mark Twains. THE PEANUT BUTTER FALCON, Publikumspreis-Gewinner sowohl beim South by Southwest als auch beim Deauville Film Festival, erzählt die Geschichte einer Freundschaft zweier ungleicher Männer, die gegen alle äußeren Widrigkeiten zusammenhalten – ein märchenhaftes Roadmovie und ein berührendes Plädoyer fürs Festhalten an den eigenen Träumen.

USA 2019, 93 Min., FSK: 12, R: Tyler Nilson, Mike Schwartz | Trailer bei YouTube

am Samstag, 22.02. um 21.30 Uhr im Original mit dt. Untertiteln

Eintritt und Reservierung

Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 5 Euro, für Kinder 3 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet am Samstag um 16:30 Uhr, am Sonntag um 14:00 Uhr und ist dann durchgehend besetzt. Im Kinosaal herrscht freie Platzwahl vor – ein rechtzeitiges Kommen lohnt sich also. Der Saal wird ca. 30 Minuten vor Beginn geöffnet. Wer sichergehen möchte, einen Platz zu bekommen, der kann Tickets vorab per E-Mail reservieren: reservierung@kino-ist-programm.de – unter Angabe von Name, Anzahl der Tickets und der gewünschten Vorstellung.