Programmkinotage im Januar

Samstag, 10. Januar & Sonntag, 11. Januar 2026
Neuneinhalb im Gerberhaus, Gerberplatz 1, Bayreuth (Eingang über Hohenzollernring)

 

Das Programm:

SAMSTAG, 10. JANUAR
16:30 Uhr | Sentimental Value*
19:30 Uhr | Eddington (OmU)*

SONNTAG, 11. JANUAR
14:30 Uhr | KinderKino: Zirkuskind
16:45 Uhr | Karla*
19:30 Uhr | Sentimental Value*

* mit Vorfilm

 

KinderKino: Zirkuskind

Santino ist ein Zirkuskind. Mit seiner Familie zieht er mit dem Zirkus durchs Land. Während sein Uropa Ehe auf ein langes, bewegtes Leben zurückblickt, beginnt Santinos eigenes Abenteuer gerade erst. Kindgerechte Doku über das Leben einer Zirkusfamilie zwischen Realismus und Magie.

Santino ist ein Zirkuskind. Sein Zirkus zieht mit Wagen und Tieren durchs Land. Zuhause ist für ihn kein Ort, sondern seine Familie. Zu dieser gehören nicht nur seine Eltern Angie und Gitano und sein Bruder Giordano, sondern auch viele Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins und ganz besonders sein Uropa Ehe. “Opa Ehe” ist einer der letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands und erzählt Santino spannende Geschichten aus seinem langen Zirkusleben. Vom prachtvollen Elefantenbullen Sahib, seinen eigenen ersten Schritten als Clown und dem Freiheitsgefühl, für das es sich lohnt, alle Strapazen in Kauf zu nehmen. An Santinos 11. Geburtstag stellt Ehe die Frage, was Santino denn in der Manege einmal zeigen will. Weil auch er, Santino, müsse etwas zu ihrer Gemeinschaft beitragen. Doch wie findet man das nur heraus?

ZIRKUSKIND erzählt vom Aufwachsen mit der Großfamilie, mit Tieren und einem Leben geprägt von der harten Arbeit bis hin zum magischen Moment, wenn das Zelt sich füllt und das Publikum den Atem anhält. Der Film erzählt von Gemeinschaft, Kreativität und dem Zauber des Zirkus. Ein dokumentarisches Roadmovie mit Animationen über die Kraft von Zugehörigkeit und Gemeinschaft.

D 2024, 86 Min., FSK: 0. R: Julia Lemke & Anna Koch | empfohlen ab 7 Jahren | Trailer bei YouTube

am Sonntag, 11.01. um 14.30 Uhr

Karla

Ostersonntag 1962. Die zwölfjährige Karla flieht in eine Polizeiwache, mit einer Anzeige gegen den eigenen Vater im Kopf, aber ohne Sprache für das Erlebte. Ein Film über Missbrauch – und den mühsamen Kampf um Gehör und Gerechtigkeit. Christina Tournatzés’ Spielfilmdebüt basiert auf einem wahren Fall.

1962, Deutschland: Die zwölfjährige Karla stellt sich mutig einer Welt entgegen, in der Kinder schweigen sollen. Sie widersetzt sich der Macht ihres Vaters, dem Schweigen ihrer Familie und einer Gesellschaft, die lieber wegsieht als zuhört. Doch Karla bleibt nicht stumm – sie spricht, klagt an und verändert damit mehr, als sie je für möglich gehalten hätte.

Inspiriert von einem wahren Gerichtsfall erzählt Karla von einem jungen Mädchen, das den Mut findet, für sich selbst einzustehen – und dadurch auch anderen eine Stimme gibt. Elise Krieps berührt in ihrer ersten Rolle mit stiller Kraft und unerschütterlicher Präsenz. Rainer Bock und Imogen Kogge verstärken das eindrucksvolle Ensemble mit großer Tiefe. Ein kraftvoller Film über Zivilcourage, Selbstermächtigung – und das Recht, gehört zu werden.

D 2025, 104 Min., FSK: 12, R: Christina Tournatzés | Trailer bei YouTube

am Sonntag, 11.01. um 16.45 Uhr

Sentimental Value

Nora und Agnes verbindet eine komplizierte Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nach Jahren der Funkstille steht Gustav plötzlich wieder vor ihrer Tür – und alte Muster beginnen sich erneut zu entfalten. Der Cannes-Gewinner ist ein vielschichtiges Meisterwerk über familiäre Bindungen und Gefühle.

Nora und Agnes verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür – mit einem charmanten Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines halben Lebens. Augenblicklich geraten alte Familiendynamiken ins Rollen. Und nach und nach wird deutlich, dass sich Vater und Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang? 

Nach "Der schlimmste Mensch der Welt" gelingt Joachim Trier ein vielschichtiges Meisterwerk über Beziehungen und Gefühle, die nur schwer in Worte gefasst werden können. Getragen von dem großartigen Ensemble um Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Elle Fanning und Inga Ibsdotter Lilleaas erzählt SENTIMENTAL VALUE mit großer Leichtigkeit und viel Humor die Geschichte einer Familie, die noch lange im Kopf und im Herzen bleibt. Bei den Filmfestspielen von Cannes begeisterte SENTIMENTAL VALUE Publikum wie Kritiker gleichermaßen und wurde schließlich mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

NOR/FR/DK/D/SW 2025, 135 Min., FSK: 12, R: Joachim Trier | Trailer bei YouTube

am Samstag, 10.01. um 16.30 Uhr und
am Sonntag, 11.01. um 19.30 Uhr

Eddington

Frühling 2020 in New Mexico. Die Pandemie hält die Kleinstadt Eddington fest im Griff. Sheriff Joe Cross (Joaquin Phoenix) und Bürgermeister Ted Garcia (Pedro Pascal) geraten in einen Machtkampf, der die Stadt zu zerreißen droht. Als ein Mord die ohnehin fragile Ordnung erschüttert, setzt eine Spirale der Gewalt ein.

Die Corona-Pandemie ist allgegenwärtig, doch der ziemlich konservative Sheriff Joe Cross (Joaquin Phoenix) weigert sich, Schutzmasken zu tragen. Nach einem Vorfall entschließt er sich, bei der Bürgermeisterwahl gegen den liberalen Amtsinhaber Ted Garcia (Pedro Pascal) anzutreten. Ein erbitterter Machtkampf entbrennt zwischen den beiden, der alte Konflikte neu entfacht, bestehende Gräben weiter aufreißen lässt und die Gemeinschaft an den Rand des Zusammenbruchs treibt. Denn auch der Rest der Einwohner;innen des Ortes wird zunehmend paranoid und zu allem Überfluss auch noch gewaltbereit.  Als ein plötzlicher Mordfall das Fass letztendlich zum überlaufen bringt, droht die Stadt endgültig im Chaos zu versinken.

EDDINGTON feierte Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Ari Asters („Beau is Afraid“, „Midsommar“) Thriller spielt im Frühling 2020 und ist geprägt von kollektiver Pandemie-Erfahrung und der Ermordung George Floyds. Entstanden ist eine düstere Abrechnung mit der US-Gegenwart und zugleich das Porträt einer tief gespaltenen Gesellschaft. In den Hauptrollen brilliert ein hochkarätiges Star-Ensemble: Neben Joaquin Phoenix („Joker“, „Beau is Afraid“) und Pedro Pascal („The Last of Us“, „Narcos“) spielen auch Emma Stone („Poor Things“, „La La Land“) und Austin Butler („Elvis“, „Dune: Part Two“).

USA 2024, 148 Min., FSK: 16, R: Ari Aster | Trailer bei YouTube

am Samstag, 10.01. um 19.30 Uhr

Preise & Reservierung

Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 7 Euro, für Kinder 4 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn. Im Kinosaal herrscht freie Platzwahl vor – ein rechtzeitiges Kommen lohnt sich also. Der Saal wird ca. 30 Minuten vor Beginn geöffnet. Wer sichergehen möchte, einen Platz zu bekommen, der kann Tickets vorab per E-Mail reservieren: reservierung@kino-ist-programm.de – unter Angabe von Name, Anzahl der Tickets und der gewünschten Vorstellung.