Eintritt und Reservierung im Gerberhaus

Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 5 Euro, für Kinder 3 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn. Es ist nur Barzahlung möglich.

Wir müssen weiterhin die Kontaktnachverfolgung umsetzen. Ihr könnt entweder über die Luca-App einchecken oder füllt uns einen Kontaktzettel aus. Außerdem unbedingt an die 3G-Nachweise denken und vor Einlass vorzeigen. Bei einer Inzidenz über 35 ist für die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ein aktueller negativer Corona-Test erforderlich. Dies kann ein höchstens 48 Stunden alter PCR-Test, ein höchstens 24 Stunden alter POC-Schnelltest oder ein vor Ort unter Aufsicht vorgenommener Selbsttest sein. Vollständig geimpfte und genesene Personen, Kinder bis zum 6. Geburtstag sowie Schüler*innen, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden, sind von der Vorlage eines aktuellen negativen Tests ausgenommen, wenn sie einen Nachweis vorlegen! Weitere Infos gibt es auf www.bayreuth.de.

Die nummerierten Plätze werden vor Ort zugewiesen, die Bestuhlung erfolgt den aktuellen Maßgaben entsprechend ohne Abstand, daher herrscht im gesamten Haus weiterhin Maskenpflicht (medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder FFP2), auch am Platz. Einlass ist ca. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Um Kartenreservierung wird unbedingt gebeten, per E-Mail an reservierung@kino-ist-programm.de. Restkarten gibt es an der Kasse vor Ort.

 

Unser Jahresthema 2021:

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Aus diesem Anlass wurde ein bundesweites Erinnerungsjahr initiiert, welches jüdisches Leben für alle Interessierten authentisch sichtbar und erlebbar machen soll. Im Zentrum der Programmüberlegungen steht "Erinnern und leben". Das heißt, wir werden unsere Vergangenheit und die Verbrechen an jüdischen Mitbürgern nicht vergessen. Aber auch das gegenwärtige und das zukünftige Zusammenleben interessieren uns. Wie geht es jungen, wie geht es alten jüdischen Menschen? Leben wir wirklich gemeinsam? Oder können wir im gegenseitigen Verständnis noch weiter aufeinander zugehen. Lernen wir uns besser kennen.

Dazu beitragen wird die Filmreihe "Kino Spezial", in der das Kulturamt der Stadt Bayreuth in Zusammenarbeit mit Kino ist Programm einmal monatlich zu einem kostenlosen Kinoerlebnis einlädt. Gezeigt werden Dokumentar- und Spielfilme die uns Themen, Blickwinkel und Lebenswelten von jüdischen Menschen aller Lebensalter näher bringen. Am Sonntag, dem 6. Juni, startet die Filmreihe nun verspätet im Historischen Sitzungssaal im Kunstmuseum.

Auf Grund des begrenzten Platzangebotes und der Hygieneauflagen wird eine vorherige Anmeldung im Kulturamt der Stadt Bayreuth unter 0921-50720164 oder kulturamt@stadt.bayreuth.de, mit Angabe der Anzahl der Besucher und deren entsprechenden Kontaktinformationen, erbeten.

KUNSTMUSEUM, Maxstraße 33, 95444 Bayreuth
Im gesamten Gebäude herrscht Maskenpflicht, am Sitzplatz darf der medizinische Schutz abgenommen werden (Bestuhlung mit Abstand). Im Haus gilt ein Einbahnstraßensystem. Zugang ist über die Kämmereigasse, dort befindet sich eine Desinfektionsstation, von dort geht es mit dem Fahrstuhl in den ersten Stock. 

SONNTAG, 3. OKTOBER
11:00 Uhr | Ein Spezialist
14:00 Uhr | Oma & Bella

Der Eintritt ist frei!

Bitte unbedingt die aktuellen 3G-Regelungen beachten! Bei einer Inzidenz über 35 ist für die Teilnahme an öffentlichen und privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ein aktueller negativer Corona-Test erforderlich. Dies kann ein höchstens 48 Stunden alter PCR-Test, ein höchstens 24 Stunden alter POC-Schnelltest oder ein vor Ort, unter Aufsicht vorgenommener Selbsttest sein. Vollständig geimpfte und genesene Personen, Kinder bis zum 6. Geburtstag sowie Schüler/innen, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden, sind von der Vorlage eines aktuellen negativen Tests ausgenommen, wenn sie einen Nachweis vorlegen! Weitere Infos gibt es auf www.bayreuth.de.

 

Ein Spezialist

Dokumentation über den Prozess gegen Adolf Eichmann, der im Dritten Reich für die millionenfache Deportation von Menschen - meist Juden - verantwortlich war und seine Verteidigung uneinsichtig auf Befehlsnotstand und Fahneneid aufbaute. Ein beeindruckendes Zeitdokument, das vom konkreten Anlass auf die Allgemeingültigkeit einer Situation weist, in der vermeintliche Pflichterfüllung der Menschlichkeit übergeordnet wird.

Im Dezember 1961 wurde Adolf Eichmann, der in der NS-Zeit für die Deportation der Juden zuständig war, in Jerusalem zum Tode verurteilt. Ein Beamter, der als SS-Obersturmbannführer und Leiter des Referates für "Jüdische Angelegenheiten und Evakuierung" für die Logistik der Deportation von Millionen europäischer Juden in die Vernichtungslager zuständig war. Ein Spezialist in der Vernichtungsmaschinerie, der jegliche Verantwortung für das Verbrechen von sich weist, indem er sich auf den notwendigen Gehorsam und die pflichtgemäße Unterordnung unter "übergeordnete Mächte" beruft. Selbst Zivilcourage ist ihm nur als bürokratisches Verfahren denkbar, das durch Vorgesetzte legitimiert werden muss. Die Fragen der Richter und der Anklage nach der Verantwortung und der Schuld prallen an diesem Funktionär des Todes ab, der immer wieder nur auf sein korrektes Funktionieren als "Rädchen im Getriebe" verweist.

Es war der einzige Prozess gegen einen NS-Verbrecher, der komplett in Bild und Ton aufgezeichnet wurde. Regisseur Eyal Sivan verdichtete 100 Stunden Material zum Psychogramm eines Schreibtischtäters. Die eindringliche Studie wurde mit dem Grimme-Preis prämiert.

AU/B/D/F/Israel 1999, 128 Min., R: Eyal Sivan, FSK: 12 | Trailer bei Youtube

am Sonntag, 03.10. um 11.00 Uhr | Kunstmuseum Bayreuth

Oma & Bella

Regina und Bella sind seit Jahrzehnten Freundinnen und teilen seit fünf Jahren eine Wohnung in Berlin Charlottenburg. Die beiden betagten Großmütter plaudern mit typisch jiddischem Humor über ihre Freundschaft, ihre gemeinsame Leidenschaft fürs Kochen sowie ihre ereignisreiche Vergangenheit.

Regina Karolinski und Bella Katz haben eine besondere Wohngemeinschaft in Berlin-Charlottenburg: Die beiden in Vilnius und Katowice geborenen jüdischen Frauen haben den Holocaust überlebt, sich in der Nachkriegszeit ein neues Leben in Deutschland aufgebaut, ihre Männer verloren und dann eine gemeinsame Leidenschaft entdeckt – das Kochen. In ihrer Charlottenburger Wohnung bleibt die jiddische Küche lebendig – Hühnersuppe, Roter Borschtsch und Hagelzuckerkekse.

Eigentlich wollte Alexa Karolinski, Reginas Enkelin, ein Kochbuch mit Reginas und Bellas Rezepten zusammenstellen. Immer wieder war sie bei ihnen zu Besuch, folgte den Frauen durch die Küche und stellte Fragen. Aber während sie versuchte, „Handvoll“ und „Schuss“ in Gramm und Milliliter, „Tellervoll“ in Portionen und „bis es gut aussieht“ in Kochzeiten zu übersetzen, kamen plötzlich Geschichten zum Vorschein, die vom Leben und Überleben der europäischen Juden im letzten Jahrhundert erzählen. Schnell wurde klar, dass es mehr als ein Kochbuch braucht, um Oma und Bella gerecht zu werden. Und daher beschloss die junge Filmemacherin, die beiden ein Jahr lang mit der Kamera zu begleiten. Der Film beobachtet sie bei ihren täglichen Routinen, lauscht ihren Gesprächen über Identität, Zusammenhalt und Heimat. Essen, so wird deutlich, bedeutet Erinnern, Liebe und Gegenwart.

D 2012, 76 Min., R: Alexa Karolinski, FSK: 0 | Trailer bei Youtube

am Sonntag, 03.10. um 14.00 Uhr | Kunstmuseum Bayreuth