Programmkinotage im Juli

Samstag, 22. Juli & Sonntag, 23. Juli 2017
im Iwalewahaus, Wölfelstraße 2 (Ecke Opernstraße)

Wir zeigen im Juli vier Filme aus dem aktuellen Programmkino-Oeuvre – dieses Mal mit starken Frauen, legendären Ikonen und familienfreundlichen Gestaltwandlern.

Das Programm im Juli:

SAMSTAG, 22. JULI
17:00 Uhr | Innen Leben *
20:00 Uhr | Jahrhundertfrauen (OmU) *
22:30 Uhr | Gimme Danger (OmU) *

SONNTAG, 23. JULI
14:30 Uhr | KinderKinoKlub: Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch
17:00 Uhr | Innen Leben *
20:00 Uhr | Jahrhundertfrauen *

* mit Vorfilm

Kino ist Programm im Juli – für Laubfrösche und Liberale, Liebhaber und Loslasser, Liebende, Lebende und Lassende. Auf die Liebe und das Leben!

KinderKinoKlub: Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch

Lehrer Franz ist bei seinen Schülern sehr beliebt - doch manchmal verwandelt er sich einfach in einen Frosch. Die ganze Klasse findet das super, aber als der neue Direktor Storch die Schulleitung übernimmt, wird es brenzlig! Ein „tierischer“ Spaß für die ganze Familie.

Lehrer Franz ist bei seinen Schülern sehr beliebt. Als Sita dann entdeckt, dass Herr Franz sich manchmal in einen Frosch verwandelt, setzt sie mit der ganzen Klasse alles daran, ihrem Lehrer zu helfen: Sie fangen Fliegen und beschützen ihn vor gefährlichen Störchen. Alle haben Spaß – vor allem draußen im Matsch, wenn sie zusammen herumhüpfen können. Aber dann kommt der neue Schulleiter, der die liberalen Methoden von Franz gar nicht gut findet. Außerdem hat Direktor Storch selbst ein dunkles Geheimnis …

HILFE, UNSER LEHRER IST EIN FROSCH ist ein fantasievolles, liebenswertes, modernes Märchen. Entstanden nach dem Kinderroman von Paul van Loon war der Film in Holland ein Kino-Überraschungserfolg und begeisterte große und kleine Zuschauer. Ein cooler Film, nicht nur für Frosch-Fans!

NL 2016, 83 Min., FSK: 0, R: Anna van der Heide | empfohlen ab 6 Jahren | Trailer bei YouTube

am Sonntag, 23.07. um 14.30 Uhr - nicht nur für Kinder!

 

Innen Leben

Während draußen der syrische Bürgerkrieg tobt, verwandelt die resolute Oum Yazan ihre kleine Wohnung in einen sicheren Hafen für Familie und Nachbarn. Verzweifelt versucht sie, den Alltag aufrechtzuerhalten und das Geschehen außerhalb auszublenden. Ein intensives Kammerstück; Gewinner des Publikumspreises der Berlinale.

Während draußen der Krieg tobt, harrt die resolute Oum Yazan mit ihrem Schwiegervater, ihren drei Kindern und der philippinischen Haushaltshilfe Delhani in ihrer Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses aus. Auch die jungen Eltern aus der zerstörten Nachbarswohnung sowie Freund Karim, der bei einem Besuch von schweren Gefechten überrascht wurde, gewährt sie Unterschlupf in ihrem Heim. Die Wasserversorgung ist zusammengebrochen und jeder Gang nach draußen gefährlich. Strom, Internet und Telefon funktionieren nur zeitweise und aus der Wohnung im Obergeschoss sind bedrohliche Geräusche zu hören. Zunächst gelingt es Oum Yazan, den Familienalltag aufrechtzuerhalten, doch als es zu schweren Bombenexplosionen im Viertel kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Früher oder später muss auch sie die Tür öffnen und die Wirklichkeit hereinlassen.

Bestürzend intensiv zieht INNEN LEBEN den Zuschauer hinein in die Kriegswirklichkeit der einfachen Menschen, für die das einst traute Heim zum Gefängnis wird und jede noch so kleine Entscheidung über Leben und Tod bestimmen kann. Ohne Tricks, ohne Spezialeffekte, wirft Regisseur Philippe Van Leeuw einen ungeschönten Blick auf das Drama der Situation, in der sich die Figuren befinden - gewöhnliche Menschen in außergewöhnlichen Situationen; keine Helden, sondern Menschen, die einfach nur auf die Situation reagieren, die sie gerade zu durchleben gezwungen sind. INNEN LEBEN ist ein universelles, humanistisches Plädoyer von großer Dringlichkeit.

B/F/LIBN 2017, 86 Min., FSK: ab 12, R: Philippe Van Leeuw | Trailer bei YouTube

am Samstag, 22.07. um 17 Uhr
und am Sonntag, 23.07. um 17 Uhr

Jahrhundertfrauen

Kalifornien, Ende der 1970er, eine Zeit der kulturellen Umbrüche. Eine Mutter Mitte 50 (Annette Bening) holt sich bei der Erziehung ihres Sohnes Unterstützung von zwei jungen Frauen: der freigeistigen Mitbewohnerin (Greta Gerwig) und seiner besten Freundin (Elle Fanning). Eine filmische Liebeserklärung an drei Frauengenerationen.

Kalifornien, Ende der 70er Jahre: eine wilde, inspirierende Zeit der kulturellen Umbrüche, Freiheit liegt in der Luft. Dorothea Fields (Annette Bening), eine energische und selbstbewusste Frau Mitte 50, erzieht ihren Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann) ohne den Vater, holt sich aber Unterstützung von zwei jungen Frauen: Abbie (Greta Gerwig), die freigeistige und kreative Mitbewohnerin, und Jamies beste Freundin Julie (Elle Fanning), ein gleichermaßen intelligentes wie provokatives Mädchen. So verschieden sie sind, alle vier stehen füreinander ein – und es gelingt ihnen eine Bindung für das ganze Leben zu schaffen.

JAHRHUNDERTFRAUEN ist eine filmische Liebeserklärung an drei sehr unterschiedliche Frauengenerationen. Das neue filmische Meisterwerk von Mike Mills („Beginners“) war bei den Golden Globes 2017 in den Kategorien Bester Film und Beste Schauspielerin nominiert und erhielt eine Oscar-Nominierung für das Beste Originaldrehbuch. Der Regisseur ließ sich von seiner Mutter und weiteren Frauen, die sein Leben nachhaltig prägten, zu diesem gefühlvollen Drama voller Witz und Wärme inspirieren. Hauptdarstellerin Annette Bening, die bereits viermal für den Oscar nominiert war, spielt in JAHRHUNDERTFRAUEN die bislang stärkste und authentischste Rolle ihrer Karriere. Unterstützt wird sie durch Greta Gerwig („To Rome With Love“, „Frances Ha“, „Maggies Plan“) und Elle Fanning („The Neon Demon“, „Maleficent“, „Somewhere“), außerdem durch Billy Crudup („Eat Pray Love“, „Almost Famous“, „Watchmen“) und Newcomer Lucas Jade Zumann.

USA 2016, 119 Min., FSK: 0, R: Mike Mills | Trailer bei YouTube

am Samstag, 22.07. um 20 Uhr im engl. Original mit dt. Untertiteln,
und am Sonntag, 23.07. um 20 Uhr in der deutschen Version

Midnight Movie: Gimme Danger

Sie gelten als Wegbereiter des Punkrock und lebten den Rock‘n‘Roll bis zum Exzess: Iggy Pop und The Stooges. Kult-Regisseur Jim Jarmusch („Paterson“) zelebriert das künstlerische Werk seiner Lieblingsband in dieser elektrisierenden Doku: eine Hommage an eine ikonische Gruppe der 1960er und 70er, die ihrer Zeit weit voraus war.

Mitten in der 1960er Jahren schlugen The Stooges mit ihrem heftigen, energiegeladenen Stil wie eine Bombe in die Musiklandschaft ein. Mit ihrem Mix aus Rock, Blues, R`n`B und Free Jazz hat die Band aus Ann Arbor, Michigan, das Musikpublikum quasi überfallen und damit den Grundstein für das gelegt, was später gemeinhin als Punk und Alternative Rock bekannt wurde. Jim Jarmuschs GIMME DANGER ist die Chronik der Stooges – ein Stück Musikgeschichte und eine der größten Geschichten des Rock’n’Roll.

Die Dokumentation GIMME DANGER von Independent-Filmikone Jim Jarmusch wirft einen einzigartigen Blick auf die Erfolge und Misserfolge der Band um Frontmann Iggy Pop und erzählt von inspiration, dem harten Weg zu kommerziellem Erfolg und dem Vermächtnis einer Band, die nicht nur musikalisch eine der wichtigsten ihrer Zeit war. Für Jarmusch ist dieser Film ein persönliches Herzensprojekt – die Stooges seinen „the greatest rock’n’roll-band ever“, so der Filmemacher über die legendären Punkrocker. Sänger James Osterberg alias Iggy Pop, der am 21. April 2017 seinen 70. Geburtstag feierte, gibt in der Musikdoku einen spannenden Einblick in sein Leben und das der Band.

Jim Jarmusch über GIMME DANGER:

Keine andere Band in der Geschichte des Rock’n’Roll kommt an die Stooges heran – und an ihre Kombination aus heftigem, urgewaltigem Hämmern, zugedröhntem Psychedelic und Blues-a-Billy-Grind mit lakonischen, von Existenzangst geprägten Texten und einem Frontmann, der wie ein zähnefletschender Leopard auf und ab stolziert und dabei irgendwie Nijinsky, Bruce Lee, Harpo Marx und Arthur Rimbaud in sich vereint. The Stooges sind einzigartig, während sie ihrerseits zum Vorbild zahlloser Gruppen wurden.

Ich möchte GIMME DANGER eher als ‚Essay‘ denn als Dokumentation verstanden wissen. Der Film ist eine Liebeserklärung an die womöglich größte Rock’n’Roll-Band aller Zeiten. Wir präsentieren ihren Werdegang, ihre Einflüsse und ihre Wirkung. Dabei kommen nie zuvor gezeigte Filmaufnahmen und Fotos zum Einsatz. Wie die Stooges und ihre Musik ist auch GIMME DANGER ein bisschen wild, chaotisch, emotional, witzig, brachial und auf denkbar ungehobelte Weise niveauvoll. Lang leben die Stooges!

USA 2016, 108 Min., FSK: 0, R: Jim Jarmusch | Trailer bei YouTube

am Samstag, 22.07. um 22.30 Uhr im englischen Original mit dt. Untertiteln

Eintritt und Reservierung

Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 5 Euro, für Kinder 3 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet am Samstag um 16:30 Uhr, am Sonntag um 14:00 Uhr und ist dann durchgehend besetzt. Im Kinosaal herrscht freie Platzwahl vor – ein rechtzeitiges Kommen lohnt sich also. Der Saal wird ca. 30 Minuten vor Beginn geöffnet. Wer sichergehen möchte, einen Platz zu bekommen, der kann Tickets vorab per E-Mail reservieren: reservierung@kino-ist-programm.de – unter Angabe von Name, Anzahl der Tickets und der gewünschten Vorstellung.